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Aktuelles

 

 

Heimatverein Appelhülsen e.V.

 

 

         Einladung zum Herdfeuerabend.

 

In diesem Jahr veranstaltet der Heimatverein Appelhülsen am Dienstag, den 21. 11. 2017 um 19.00 Uhr im Frenkings Hof den traditionellen Herdfeuerabend, zu dem alle Mitglieder und Gäste herzlich eingeladen sind. ( Kostenbeitrag € 5,00)

In der Pause verteilt unser bewährtes Küchenteam die selbstgebackenen Spekulatius und weiteres leckeres Gebäck.

 

Der bekannte Magier, Michael Sondermeyer, wird zwei Stunden lang einen zauberhaften Abend magischer Kleinkunst präsentieren. Das alles geschieht auf eine lässige, souveräne Art und mit bewundernswert geringem Aufwand. Keine Kisten und Kästen, keine Tauben und Hasen müssen zur Unterhaltung beitragen. Sondermeyer verzaubert seine Zuschauer vielmehr mit Alltagsgegenständen. Zaubern ist zur einen Hälfte Entertainment, zu anderen Hälfte Staunen.

Das abwechslungsreiche Programm lässt den Anwesenden keine Zeit, über das Gesehene nachzudenken. Wie Sondermeyer das alles macht, verrät er natürlich nicht, aber das sollte und muss man gesehen haben.

Der Profi-Zauberkünstler ist seit fast 40Jahren im Geschäft. Sondermeyer ist auch als Autor und Herausgeber von Fachzeitschriften und Zauberbüchern im    In-und Ausland bekannt.

Wenn man die Referenzliste der Auftraggeber liest, u.a. Verwaltungen, Behörden, Geldinstitute,  Industrie, die im DAX- Verzeichnis zu finden sind, so darf der Heimatverein Appelhülsen stolz sein, diesen großartigen Zauberkünstler für den Herdfeuerabend engagiert zu haben.

Lassen Sie sich diesen Abend nicht entgehen.

 

 

 

 

 

Am Bürgerzentrum in Appelhülsen steht seit Sonntagabend der große Maibaum. In einer Gemeinschaftsaktion haben die örtlichen Vereine wieder ein buntes Fest vorbereitet. Fotos: Dieter Klein


Beim Maibaumfest in Appelhülsen am Sonntagabend herrschte eine schöne Stimmung. Die ausrichtenden Vereine hatten wieder einiges vorbereitet.

Von Dieter Klein

Jedes Jahr, wenn es im Dorf heißt: „Wir feiern das Maibaumfest!“, wird es am Frenkings Hof eng. So war es auch am Sonntagabend. Zahlreiche Appelhülsener waren gekommen, auch die Bewohner der Seniorenheime Haus Arca. Das schöne Frühlingswetter am Vorabend des 1. Mai lockte nach draußen. Nur die kleinen Fahnenschwenker hatten mit der steifen Brise zu kämpfen. Und mussten darüber selbst lachen.

Den Startschuss zum Aufstellen des Appelhülsener Maibaums hatten die drei Hauptverantwortlichen für dieses Fest – Josef Holthaus, Günter Bendig und Heinrich Lenz – etwas vorverlegt. So lag der mächtige Stamm, der den Winter über bei Große Wiesmann eingelagert worden war, schon früh in den Seilen der Feuerwehr. Und als Punkt 18 Uhr die Musiker der „Brukteria Pipes& Drums“ einen Trommelwirbel anschlugen, brachten die Wehrleute vom Löschzug Appelhülsen und das „Lenz‘sche Maibaum-Team“ den Baum samt Gildetafeln schnell in die Höhe. Die Restarbeiten – verkeilen und Drähte lösen – waren dann nur noch ein Klacks.

Nicht nur Festmoderator Josef Holthaus freute sich über den reibungslosen Beginn des Abends. Auch stellvertretender Bürgermeister Wolf Haase dankte den Organisatoren – dem Maibaumteam, der Kolpingsfamilie, dem Panama-Team und dem Heimatverein – für die „gewohnt tadellose“ Vorarbeit und Mitwirkung.

Neben den „Schotten“ (Leitung: Mark Hilkenbach) sorgten auch die sportlichen Arminen-Tänzerinnen der „Sunshines“ (Leitung: Michelle Jäckel, Anna Fleige und Vanessas Wessels) und der „Sternschnuppen“ (Leitung: Bianca Handrup und Alina Winkelhaus) für Aufsehen. Das umfangreiche Kinderprogramm mit Ballwerfen, Schminken, Schießen und allerlei Geschicklichkeitsspielen erlaubte es den Erwachsenen, in geselliger Runde den schönen Abend zu genießen. Und während draußen noch der Duft vom Grill der Heimatfreunde verführerisch über den Platz wehte, verführten drinnen im Bürgerzentrum die ersten heißen Rhythmen zum „Tanz in den Mai“.

 

 

Heimatverein Appelhülsen e.V.

 

 

- Besichtigung des Eiskellers in Altenberge, Dienstag, den 18.05. 2017

 


Wer noch nicht den Eiskeller in Altenberge besichtigt hat, sollte die Gelegenheit nutzen, mit dem Heimatverein Appelhülsen am Dienstag, den 18. 05. 2017 in PKW-Fahrgemeinschaft um 13.00 Uhr ab Frenkings Hof mitzufahren.

Vor der Erfindung moderner Kühlschränke mit Eisflächen ( ab 1922 )

war das Lagern und Kühlen von Lebensmitteln eine schwierige Angelegenheit. Einen besonders großen unterirdischen Kühlschrank in einer Hanglage, besaß seit 1861 die Brauerei Beuing in Altenberge.

Durch die kalten Kellergewölbe, aus handgefertigten Ziegelsteinen,

führen Gänge und Treppen über 3Etagen in einen acht Meter hohen, kirchenschiffartigen Raum hinab. Hier wurde das Eis gelagert. Schauen Sie selber!

Die Führung dauert ca. 2 Stunden. Empfehlenswert ist festes Schuhwerk und warme Kleidung.

In dem historischen Heimathaus, mitten in einem Bauerngarten gelegen, besteht bei Kuchen und Kaffee noch allerhand Diskussionsmöglichkeit.

Anmeldungen bis spätesten Donnerstag, den 11. 05. 2017 im Geschenkehaus Lenfers, Münsterstr.17.

Für Eintritt, Führung, Kuchen und Kaffee sind bei der Anmeldung € 10,00 zu hinterlegen.

Weitere Auskunft erteilt Manfred Rickert

02509 1304.

 

             

                     

                   

 

                     Tagesausflug nach Aachen

 

Tagesfahrt nach Aachen.

Aachen ,die Stadt Karls des Großen, ist eine Reise wert.

48 Teilnehmer des Heimatvereins Appelhülsen erlebten, allerdings bei kaltem Wetter, eine interessante Altstadtführung, die durch die historischen Gassen zu den bekannten Brunnen, Denkmälern, Kultstätten und zu dem Rathaus führte. Unterwegs versorgten uns die Printen-Hersteller mit den erlesenen Kostproben.

Nach der Mittagspause erfolgte eine Domführung unter fachlicher Leitung, die ebenfalls alle beeindruckte. Gestärkt bei Kaffee und Kuchen und begeistert von den kleinen, individuellen  Geschäften in der Altstadt, traten alle den Heimweg an.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

   Heimatverein Appelhülsen e.V.

 

 

 

Der Vorstand des Heimatvereins: Manfred Rickert, Klaus Kisse, Edgar Winter und Ingrid Wolken (v.l.) freuen sich, mit Ewald Koch (r.) ein Beiratsmitglied gewonnen zu haben. Foto: Marita Strothe

Von Marita Strothe

„Unser Dorf lebt vom Ehrenamt “, betonte Manfred Rickert , erster Vorsitzender des Heimatvereins Appelhülsen , am Montagabend in der Mitgliederversammlung. Der Vorsitzende freute sich, zum zweiten Mal einen Ehrenamtspreis in Höhe von 200 Euro, der vom Heimatverein und der Volksbank getragen wird, vergeben zu können. Den Preis überreichte er der strahlenden Christel Nawrath für ihr Engagement für den Kinder- und Jugendchor „Steverlerchen“. „Dass du so viel Arbeit machst, habe ich selbst nicht gewusst“, stellte der beeindruckte Vorsitzende fest, nachdem er einige Tätigkeiten aufgezählt hatte, die Christel Nawrath seit Jahren als Vorsitzende des Kinder- und Jugendchores leistet. „Ich mache das nicht alleine, ich mach das mit einem Team“, bedankte sich Nawrath. „Die werden sich riesig freuen!“

 

Einen weiteren Dank für ehrenamtliches Engagement in Form eines edlen Tropfens überreichte Rickert dem MGV-Vorsitzendem Josef Holthaus.

Zahlreiche Heimatfreunde waren im Bürgerzentrum Schulze Frenkings Hof erschienen. „Auch in 2016 waren die Mitglieder des Heimatvereins wieder sehr aktiv“, resümierte Schriftführer Klaus Kisse in seinem Jahresbericht. Über die Finanzen informierte Kassenwartin Ingrid Wolken. Die Kassenprüfer Ewald Koch und Cilly Bendig bestätigten die einwandfreie Kassenführung, einmütig wurde der Vorstand entlastet.

 

Danach standen Neuwahlen an. Obwohl Manfred Rickert bereits im vergangenen Jahr seine „Kündigung“ eingereicht hatte, wie er schmunzelnd ins Gedächtnis rief, wurde er erneut zum ersten Vorsitzenden gewählt, da sich kein Nachfolger gefunden hatte. Eigentlich habe er diesen Posten an seinen Stellvertreter Edgar Winter abgeben und nur noch für den Beirat kandidieren wollen, berichtete Rickert, der nun darauf baut, diesen Schritt nur um ein Jahr bis zum Eintritt von Edgar Winter in den Ruhestand verschieben zu müssen.

Wiederwahl hieß es auch für die 1. Kassenwartin Ingrid Wolken, den 2. Kassenwart Günter Bendig sowie für die 2. Schriftführerin Anni Wessendorf, die aber um eine Nachfolge warb. Neu im Beirat ist Ewald Koch; neuer Kassenprüfer wurde Eckhard Hake.

Anschließend stellte Manfred Rickert die für 2017 geplanten Aktivitäten vor. Eine Übersicht befindet sich auf der Homepage des Vereins (www.heimatverein-appelhuelsen.de). Die Jahresfahrt vom 6. bis 9. Juli wird diesmal nach Prag führen.

Zum Abschluss stellte Edgar Winter zwei Broschüren vor, die er über das Dorf verfasst hat. Mit Bildern früherer Ausflüge klang die Versammlung gemütlich aus.

 

 

 

 

 

Herdfeuerabend 2016

 

 

                       Der Heimatverein, vertreten durch Manfred Rickert (hinten), konnte zum Herdfeuerabend auch die Familie Drees

mit Vater Hans, Sohn Matthias und Mutter Marlene begrüßen. Foto: Dieter Klein

 

Appelhülsen - 

Der Herdfeuerabend des Heimatvereins Appelhülsen erwies sich in diesem Jahr als wahrer Publikumsmagnet. Gründe für die große Resonanz gab es gleich mehrere.

Von Dieter Klein

„Hab‘ oft im Kreise der Lieben“, sang der MGV Appelhülsen beim Herdfeuerabend des Heimatvereins Appelhülsens als eines von etlichen Liedern und konnte sich damit am Dienstag schon von Beginn an eines dankbaren Publikums erfreuen. Zwar brannte im Kaminzimmer des Frenkingshofes – dem sonst üblichen Veranstaltungsraum – ein gemütliches Holzfeuer, doch der Andrang, der so groß war wie nie zuvor, zwang den Heimatverein zum Umzug in den großen Saal.

Zu Anziehungskraft der Veranstaltung trug vermutlich auch der Auftritt der Musikerfamilie Drees bei. Sohn Matthias begeisterte mit einfühlsamen Klängen, abwechselnd auf der Panflöte und der Trompete gespielt, während die Eltern, Vater Hans und Mutter Marlene, mit Evergreens die Besucher begeisterten.

Und noch etwas lockte die Appelhülsener: Mit alten Fotos vom Dorfgeschehen, Filmsequenzen aus dem Dorffilm von 1952 und dem ersten Theaterspiel nach dem Kriege („Möllers Drüksken“) würzte das Team um Manfred Rickert, Klaus Kisse und Günter Bendig den Abend mit Historischem.

Und dann kam noch dazu, dass die Küchendamen des Heimatvereins – Annette Kisse-Schlesiger, Theresia Bruns, Ingrid Volken, Christine Gorschlüter und Hildegard Höing – nicht nur kalte und warme Getränke, sondern auch eine Auswahl leckerster, selbst gebackener Weihnachtsplätzchen im Angebot führten.

„Der Reinerlös dieses schönen Abends“, so Manfred Rickert, „kommt der Appelhülsener Bürgerstiftung zugute.“

 

 

 

 

Pättkestour zum Sägewerk ins Stevertal

 

 

 

 

 


 

 


 


 

 

 

 

 

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Jahresbericht 2016

 

 

 

 

 

 

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Jahresbericht 2015
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Jahresbericht 2014

Jahresbericht über die Aktivitäten des Heimatvereins im Jahr 2014

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Pressebericht

Appelhülsen - 

 

Eine Studienfahrt des Heimatvereins Appelhülsen nach Mecklenburg-Vorpommern begeistert.

 

Der Heimatverein Appelhülsen zieht ein positives Fazit seiner Studienreise nach Mecklenburg-Vorpommern. Die Fahrt sei „ein voller Erfolg“ gewesen, bilanzierte Vorsitzender Manfred Rickert.

Mit 39 Teilnehmern, leider mussten fünf Ehepaare kurzfristig absagen, so der Heimatverein, ging es zur Residenzstadt Schwerin, auch Stadt der Seen genannt. Hier bekam die Reisegruppe durch fachkundige Stadtführer beste Eindrücke von der Stadt. Ein gemeinsames Abendessen in einem Fischrestaurant schloss diesen Tag ab.

Am nächsten Morgen führte eine Besichtigung durch das Schloss, in dem auch die Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern untergebracht ist. Danach gab es eine Stärkung in der Orangerie mit Blick auf den See. Am Nachmittag konnte die Reisegruppe bei strahlendem Sonnenschein eine zweistündige Schifffahrt über die Seenplatte genießen. Das Jagdschloss Ludwigslust, ehemals Residenzstadt der Herzöge, mit der architektonisch interessanten Hofkirche und einem großen Schlosspark wurde ebenfalls besichtigt.

Am dritten Tag ging die Fahrt in die Hansestadt Rostock. Sie ist nicht nur eine Seestadt, sondern auch Technologiezentrum und älteste Universitätsstadt Nordeuropas. Nach dem Rundgang durch die sehr gut restaurierte Altstadt ging es in die St. Marienkirche. Beeindruckend waren die alte Weltzeituhr, der erst acht Tage zuvor fertiggestellte Predigtstuhl und die renovierte Orgel. Eine einstündige Schiffsreise führte vom Rostocker Stadthafen über die Warnow bis Warnemünde, vorbei an mehreren Fähren, Frachtern und an der AIDAmar, etlichen neuen Industrieanlagen, neuen Hotelanlagen und Jachthäfen. Zum Abendessen fuhr die Gruppe über Bad Doberan, Heiligendamm und Kühlungsborn, teilweise begleitet von der Mollibahn, nach Wismar. Nach der Stärkung im ältesten und weltweit bekannten Restaurant „Alter Schwede“ ging es zurück nach Schwerin. Die Rückfahrt führte dann über Lüneburg. Einen besonderen Eindruck hinterließen hier die zwei temperamentvollen Stadtführer, die durch die sehr gut erhaltene Altstadt mit den zahlreichen historischen Backsteinbauten führten.

Alle Teilnehmer waren sich einig: „Eine Reise nach Mecklenburg-Vorpommern lohnt sich.“

 

 

                                       Gruppenbild vor dem Schloss Schwerin: Die Appelhülsener Reisegruppe war begeistert von den                       

kulturhistorischen Sehenswürdigkeiten in Mecklenburg-Vorpommern. Foto Heimatverein

 

Weg im Frenkingswald wieder instand gesetzt

 

Appelhülsen - 

Vor handfester Arbeit haben die Mitglieder des Heimatvereins keine Angst. Jetzt griffen sie zu Schaufel und Harke und brachten den Weg im Frenkingswald auf Vordermann. Ein großer Dank geht an die Gemeindewerke Nottuln.

 

 

Mit großer Unterstützung von Dipl.-Ing. Daniel Krüger und Wolfgang Beckersjürgen von den Gemeindewerken Nottuln wurde nun die Wegstrecke durch den Frenkingswald vom Parkplatz Frenkingshof bis zur Blumensiedlung mit Hilfe von Mitgliedern des Heimatvereins Appelhülsen wieder aufgearbeitet und instand gesetzt.

Die zwei Lkw-Ladungen roter Asche verteilte Willi Wessels mit seinem Radlader, und die Mannschaft des Heimatvereins präparierte mit Schüppe und Großharken die Wegstrecke. Der Bauhof der Gemeinde sorgte schließlich mit der Walze für den notwendigen Feinschliff.

Als Dankeschön versorgte eine Nachbarin die Mannschaft mit Kaffee und selbst gebackenem Rhabarberkuchen.

Nicht nur der Heimatverein, auch die Kinder des Josefs-Kindergartens bitten alle Hundebesitzer um Rücksichtnahme und Anleinen der Hunde. „Der Frenkingswald ist als Kinderspielplatz zugeordnet und nicht als Hundeklo“, betont der Heimatverein.

 

 

 

Das Foto zeigt die fleißigen Helfer vom Heimatverein (es fehlt Achim Scharfenberg). Foto: Heimatverein

 

 

 

 

 

 

Pressebericht zur Jahrenshauptverammlung 2016

 


 

 


 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

Appelhülsen/Nordenham - 

71 Jahre nach seiner Flucht von Nordenham nach Appelhülsen ist der 88-jährige Johannes Reher an den Ort zurückgekehrt, an dem er das Ende des Krieges erlebt hat. Und von dem aus er in die Heimat zurückgekommen ist.

Von Frank Lorenz

Es ist wie eine Reise in die Vergangenheit. Genauer gesagt: 71 Jahre zurück. Johannes Reher steht am Rand der Bundesstraße 212 zwischen Blexersande und Rahden und blickt auf die Felder. „Dort standen die Baracken“, erinnert er sich. Zum Ende des Zweiten Weltkriegs war der 88-Jährige dort stationiert. Und von dort brach er auf zu seiner abenteuerlichen Flucht zurück in seine Heimat nach Appelhülsen. Von da aus ist Johannes Reher kürzlich zurückgekehrt nach Nordenham. An den Ort, an dem er das Kriegsende am eigenen Leib miterlebt hat.

Als 17-Jähriger war er Ende September 1944 als Soldat nach Nordenham verlegt worden. „Ich hatte im elterlichen Betrieb Tischler gelernt. Daher sollte ich für die Wehrmacht Baracken errichten.“ Diese Baracken stellte er mit seiner Einheit unter anderem in Einswarden und in anderen Orten der Wesermarsch auf.

Stationiert war er mit einem guten Dutzend Kameraden in Blexersande. „Vom Krieg haben wir dort nicht viel mitbekommen.“ Seine Einheit gehörte dem sogenannten Küstennebelschutz an. „Im Falle eines feindlichen Luftangriffs hätten wir Nebelbomben zünden sollen, um die Industriebetriebe zu verhüllen.“ Eingesetzt worden sei dieses Mittel in seiner Nordenhamer Zeit nie. Woran er sich auch noch erinnert: „Wir sollten Mannlöcher graben, in denen Soldaten sich hätten verstecken können. Aber die Löcher liefen aufgrund des Marschbodens sofort wieder voll.“

Der Winter 1944 sei früh eingetreten. An Heiligabend habe er mit einem Kameraden den Gottesdienst in Einswarden besuchen dürfen. „Das hatte zur Folge, dass ich am Tag darauf Kartoffeln schälen musste“, sagt Johannes Reher. „So war das damals.“

Als am 2. Mai 1945 kanadische Truppen die Kontrolle übernahmen und die Wehrmachtsoldaten entwaffneten, kamen Reher und seine Kameraden in Gefangenschaft. „Wir wurden auf dem Gelände eines der Industriebetriebe gefangen gehalten.“ Einige Tage mussten sie auf dem Militärflugplatz in Einswarden mithelfen. „Dann hieß es, wir sollten nach Belgien verlegt werden.“

Daraufhin fällte der Appelhülsener eine Entscheidung: Er wollte nach Hause entfliehen. „Die Bewachung war nicht allzu stark, und in den Vortagen waren bereits mehrere Mitgefangene geflüchtet.“ In der Nacht zum 20. Mai, dem Pfingstsonntag, war es soweit. Im Schutz der Dunkelheit stahl sich Johannes Reher aus dem Lager und lief zu Fuß los. „Ich musste natürlich immer abseits der Hauptstraßen bleiben, um nicht erwischt zu werden. Schließlich trug ich immer noch meine Wehrmachtsuniform.“

Den ganzen Tag lief er durch. An der Hunte hatte er Glück. „Da waren zwei Jungen mit einem Boot, die mich über den Fluss hinübergebracht haben. Alle Brücken wurden ja von den Alliierten kontrolliert.“

Auch danach blieb Johannes Reher das Glück hold. Vielfach versorgten ihn Bauern mit Nahrung oder einem Schlafplatz, eine Frau gab dem 17-Jährigen die Zivilkleidung ihres im Krieg gefallenen Sohnes, und für die letzte Etappe seiner Tour erhielt er sogar ein Fahrrad. „Die Menschen im Norden waren überall sehr hilfsbereit. Das habe ich bis heute nicht vergessen“, sagt Johannes Reher, der später als Architekt und Bauingenieur arbeitete.

Elf Tage dauerte seine Flucht über Neuenhuntorf, Kirchhatten, Emstek, Gehrde und Brochterbeck zurück nach Appelhülsen – rund 220 Kilometer zu Fuß und mit dem Fahrrad. „Aber selbst an mein Elternhaus musste ich mich noch von hinten anschleichen, da die Alliierten hier patrouillierten.“ Das Glück komplett machte, dass bis auf einen Bruder auch seine anderen Geschwister heil aus dem Krieg zurückkehrten.

Seither hat er die Wesermarsch nur selten besucht. „Einmal waren wir mit einem Gesangverein in Fedderwardersiel. Aber die Gelegenheit, mir alles noch einmal genau anzusehen, habe ich erst jetzt genutzt.“ Gemeinsam mit seinen Freunden, dem Ehepaar Christel und Manfred Rickert, war er jetzt nach Nordenham gefahren.

Eine besondere Begegnung gab es bei seiner Wiederkehr nach Blexersande auch noch. Dort hatte Johannes Reher in einer Zimmerei einige Male an der Werkbank gestanden. „Ich habe da während der Militärzeit mitgeholfen. Wir waren ja ganz in der Nähe untergebracht. Außerdem musste ich für einen meiner Offiziere eine Rasierstütze für den Nacken aus Holz anfertigen. Später wollte er noch eine weitere – und zwar höhenverstellbar.“

Als er das Grundstück der früheren Zimmerei betritt, kommt die Tochter des damaligen Zimmerermeisters vor die Tür. Wilma Elb ist 87 Jahre alt und kann sich noch an die Soldaten erinnern, die damals direkt neben ihrem Elternhaus untergebracht waren. Und auch an einen jungen Mann in ihrem Alter, der dann eines Nachts geflohen ist...

 

 

 

 

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